Åland Inseln

Elche im Gebüsch

Frühling Åland Inseln

Auch die Rapsblüte werde ich wohl dieses Jahr in Deutschland verpassen. Die Löwenzahnwiese ist allerdings ein ebenbürtiger Ersatz.

Åland Inseln

In Schlangenlinien führt die Straße von Insel zu Insel und endet ca. zehn Kilometer südlich von Mariehamn auf Järsö.

Wald Åland Inseln
Zum Teil sieht die Natur auf den Inseln aus, wie in in den Büchern von Sven Nordqvist oder Astrid Lindgren. Ein Traum!
Meer Åland Inseln

Der Ausblick von meiner Schäre am Meer ist zwar zufriedenstellend, aber der frische Nordwind lässt mich nach ein paar Keksen weiterziehen.

Elch Åland Inseln

Es hat etwas von einem Wimmelbild - wo hat sich der Elch versteckt?

Am Ende meiner Wanderung gehe ich noch einen kleinen Bogen und entdecke währenddessen diesen prädestinierten Picknick-Platz mit Meer- und Fährblick.

Åland Inseln

In einigen Ecken von Mariehamn wirkt es so als sei die Zeit in 70er Jahren stehen geblieben - Oldtimer, Telegrafenmasten und Häuser mit Jägerzäunen.

Sanddornjoghurt und Schwarzbrot

Auch das Frühstücksangebot meines kleinen Bed&Breakfast enttäuscht mich an diesem lauwarmen Sommermorgen nicht. Dabei wird das normale, europäische Frühstück durch örtliche Produkte wie Sanddornjoghurt, Åland-Schwarzbrot und zahlreiche Säfte ergänzt. Das Åland-Schwarzbrot hat hier eine ähnliche Tradition, wie das Pumpernickel in Deutschland. Allerdings ist das brot hier wesentlich feinkörniger und hat nicht so eine feuchte Konsistenz. Auf den Sanddornjoghurt bin ich allerdings nicht so scharf und somit probiere ich mich lieber durch die Saftbar.

Etwas enttäuschend ist hier allerdings das Internet, welches mich alle paar Minute im Stich lässt und mich schier wahnsinnig macht, als ich die Bilder des gestrigen Tages uploaden will. Andauernde Verbindungsabrüche sorgen dafür, dass ich nach dem späten Frühstück erst um kurz vor 12.00 Uhr meine heutige Tour starte. Eigentlich hatte ich zudem geplant eine Fahrradtour zu machen, was ich allerdings auf den morgigen Tag verschoben habe.

Von Insel zu Insel

Von meiner Unterkunft geht es erst einmal raus aus der Stadt in Richtung Süden. Bei strahlender Sonne gehe ich vorbei an goldgelben Löwenzahn-Wiesen und typisch-schwedischen, roten Holzhäusern. Am südlichen Ende von Mariehamn in Yternäs beginnt schließlich eine Straße, die sich über zahlreiche Dämme und Brücken von Insel zu Insel schlängelt. Da es logischerweise keinen Fußweg gibt, spaziere ich direkt auf der Straße, was hier allerdings keinen stört.

Nachdem ich der Straße knapp zwei Kilometer gefolgt bin, biege ich in eine kleine Straße ein, die zur kleinen Insel Styrsö führt. Dort führen zahlreiche kleine Wege und Trampelpfade durch den dichten Wald und ich hoffe auf eine Schäre am Meer einen netten Picknickplatz zu finden.

Nach einiger Zeit komme ich schließlich am Meer an und finde eine Schäre mit Ausblick auf das offene Meer. Da ich allerdings dem frischen Nordwind voll ausgesetzt bin, esse ich nur schnell ein paar Kekse und erkunde anschließend weiter die Insel.

Kleine Insel - Große Tierwelt

Während ich den ein oder anderen Trampelpfad weiter austrete läuft mir so einiges vor die Füße oder davon. Sei es eine Schlange oder ein Reh, während tausende Vögel im Dickicht des Waldes vor sich hin zwitschern. Ein unüberhörbares Buff lässt mich allerdings aufhorchen. Wenn nicht gerade einer der Vögel mit Rekordgewicht vom Baum gefallen ist, muss es etwas anderes sein. Einige stillschweigende Sekunden später, werden durch ein lautes „Rööaaahrr“ abrupt beendet und lautes Hufgetrappel gefolgt. EIN ELCH, EIN ELCH!

Da reise ich seit meiner frühen Kindheit nach Skandinavien und habe noch nie einen Elch in Natura gehen und nun treffe ich einen auf den Åland Inseln zwischen Schweden und Finnland. Währenddessen bin ich natürlich völlig unfähig ein Foto zu machen. Aber auf dieser kleinen Insel kommt mir das Tierchen nicht davon, wenn es nicht die Straße entlang spaziert und wegschwimmt. Somit „schleiche“ ich so gut es geht durch den dichten Wald und nach anderthalb Stunden auf den Fußspitzen und der Kamera im Anschlag sehe ich dann ein zweites Mal einen Elch. Dieses Mal handelt es sich dann aber um eine Elchkuh, die nach dem sie mich gewittert oder gesehen hat, ebenso so schnell das Weite sucht. Ohnehin hatte ich mit der knall-blauen Sporthose und dem ebenso blauen T-Shirt auch nicht die beste Tarnkleidung an, aber schlussendlich hat es ausgereicht.

Bis morgen

Kai

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