Kurzreise Polen

FlashbackMai – Der Abstecher nach Polen

Heute vor 285 Tagen

Juli

Rollendes Upgrade

Weiter geht’s. Von Danzig nach Karlskrona. Aber erst um 14.55 Uhr - jetzt ist es 11.00 Uhr. Bis zur Abfahrt müssen noch dreieinhalb Stunden in Danzig abgelaufen werden. Mal links mal rechts durch die engen Gassen in Danzigs Altstadt, die zum Teil der Gamla Stan in Stockholm mit den bunten, schmalen Altbauten ähnelt. Dabei kann man fernab der Touristenströme die Altstadt sehr entspannt durchwandern und das ohne nerviges Anrempeln und abruptes Stehenbleiben. Das Zauberei-Ministerium Ich la ...

Dieser Fischkutter im Sportboothafen von Danzig hat seine besten Zeiten hinter sich.
Der Außenkorridor des Shakespeare-Theaters in Danzig.
Eine Detailaufnahme des Fundaments.
Mein rollender Rucksack am Bahnhof von Danzig.
Ein schicker neuer Inter-City der polnischen Bahn PKP in Gdingen.
Das letzte Tageslicht an Bord der "Stena Vision".
Eine weitere Impression von Bord.

Der kleine Umweg über Polen

Im Nachhinein ist ja ohnehin alles besser, als es eigentlich war, aber von meinem kleinen Abstecher nach Polen auf der Reise nach Schweden bin ich immer noch vollends begeistert. Noch vor ein paar Jahren wäre ich nicht im Geringsten an einer Reise nach Polen interessiert - zu alt, zu anders, zu nicht-skandinavisch. Aber aufgrund von dem billigen Zugticket und der Fährverbindung von Gdynia nach Schweden passte es einfach und es war mir den Umweg wert.

Nach der Zugfahrt und der Europa-Diskussion mit den polnischen Parlamentariern im Euro City von Berlin, erreichte ich Danzig am frühen Abend. Damit war Danzig meine erste Station des gesamten Jahres in Skandinavien und dabei so verschieden zum skandinavischen Stereotyp: rotes Holzhaus mit Flagge im Garten.

Die Mischung macht's

Danzig ist als Hansestadt natürlich eine sehr historische Stadt, mit einem sehr gut erhaltenen Stadtkern. Gleichzeitig trifft man auf die "typischen" Bauruinen und Überreste der Sowjet-Zeiten, die großen Investition der Europäischen Union gegenüber stehen. Alles in allem eine faszinierende Mischung, wenn man mit der Straßenbahn von anno dazumal über die Straße in Richtung Strand poltert und dabei das Danziger Fußballstadion passiert, welches mit seiner kunstvollen Verschalung einem riesigen Bernstein gleicht.

Den historischen Stadtkern mit tausenden Touristen und Verkäufern passierte ich dabei nur kurz auf dem Weg zur Straßenbahn. Und ich würde es noch einmal so machen: Straßenbahn, Strandspaziergang am Meer und in den Dünen, Bernsteine sammeln und alte Wehrmachtsbauten begehen. Das ist Geschichte und Natur in Kombination.

Ein zweites Mal Polen

Die nebenbei gesammelten Bernsteine habe ich damals übrigens im Brillenetui verstaut. Als ich vor ein paar Tagen meine Sonnenbrille zum ersten Mal wieder ausgepackt habe, waren allerdings keiner mehr dar.

In diesem Sinne werde ich sicherlich ein weiteres Mal nach Polen kommen. Selbst wenn ich nur den polnischen Abgeordneten im Parlament besuche - ich habe ja schließlich seine Visitenkarte und die Einladung mich zu melden, wenn ich wieder in Polen bin oder etwas ist.

Bis dahin

Kai

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