Technik Super-Gau

Eine Cloud oder eine externe Festplatte? Diese Frage habe ich mir tagelang gestellt und mich letztlich für eine externe Festplatte entschieden, um dort ein Backup meiner Dateien zu sichern. Und vor allem: die Fotos.

Technik für das Auslandsjahr

Grundsätzlich bin ich mit meinem MacBook sehr zu frieden, bis auf die Tatsache, dass die Speicherkapazität von 250 GB, für heutige Verhältnisse enorm klein ist, aber immerhin SSD. Natürlich hätte ich für „noch“ mehr Geld ein MacBook mit noch größeren, inneren Speicher bekommen können. Allerdings ging für mich die Rechnung nicht auf, da ich für den selben Preis mit einer externen Festplatte oder gar einer externen SSD wesentlich besser weggekommen wäre. Somit stellte sich für mich die Frage, ob ich monatlich eine Cloud miete, eine externe Festplatte kaufe oder auf den neuesten Schrei setze und eine SSD wähle.

Nach einiger Überlegung schied für mich die Cloud aus, da ich mir unsicher wahr, ob ich dauerhaft Zugang zum Internet habe und im Zweifel meine Daten gar nicht sichern kann. Des Weiteren war mir der Kauf einer SSD etwas zu kostspielig, auch wenn sie aufgrund ihrer Bauweise robuster ist. Somit wurde es eine 2,5″ externe Festplatte von Western Digital mit USB3.0, speziell für den Mac ausgerichtet und einem guten Abschneiden in zahlreichen Tests.

Sichere Sicherung?

Nach einer ungefähren Abschätzung wie viele Bilder ich in einem Jahr machen werde, habe ich festgestellt, dass mein Speicherplatz auf dem MacBook nicht ansatzweise für die kommenden Bildmassen ausreichen wird. Somit habe ich die gesamte Bilder-Bibliothek direkt auf die externe Festplatte ausgelagert. Dabei bedarf es natürlich immer der Festplatte, wenn ich auf die Bibliothek zugreifen möchte, was mich allerdings nicht negativ gestört hat. Im Gegenteil, wenn ich die Festplatte angeschlossen habe, konnte die TimeMachine regelmäßig ein Backup meiner Dateien auf der externe Festplatte erstellen.

Ich habe durchaus darüber nachgedacht, was passiert, wenn die externe Festplatte ausfällt. Allerdings schien diese Variante für mich die Sicherste zu sein, sofern ich nicht noch eine zweite Festplatte zum Sichern der gesicherten Daten kaufen möchte. Wer macht das schon?! Also blieb nur zu hoffen, dass es gut geht.

Retten oder Ruhe in Frieden?

Vor gut einer Woche war dann Schluss – die Daten auf der Festplatte konnten nicht mehr abgerufen werden. Weder das WD-Festplattenprogramm noch der mac-interne Disk Utility-Manager konnten die Daten auf der externen Festplatte abrufen. Die weiterführende Fehlersuche im Terminal hat ergeben, dass die Verbindung nicht das Problem ist. Vielmehr das Dateisystem, welches angeblich nicht mehr vorhanden ist bzw. wesentlich eher nicht identifiziert werden kann. Zudem ist die Festplatte bis zum Anschlag gefüllt, was vorher nicht der Fall war.

Da der Festplatten- und generelle IT-Service in der Finnmark eher ausbauwürdig ist, werde ich wohl bis zur Ankunft in der Heimat warten müssen, um gegebenenfalls letzte Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Aber ich bin mir unsicher, ob ich wirklich mehrere 100,- € für die Rettung aller verlorenen Bilder bezahlen möchte. Wo ich doch diesen Blog mit den schönsten Bildern von vielen Erlebnissen des gesamten Jahres habe. Natürlich würden viele Bilder verloren gehen, aber wie oft würde man sie sich schon ansehen, wenn sie auf einer externen Festplatte ruhen und stetig neue hinzukommen?

Somit sehe ich den vorzeitigen Verlust relativ entspannt. Jedoch habe ich nun kein Bildmaterial mehr, um weitere detaillierte Artikel zu schreiben, die eigentlich geplant waren. Andererseits führt dieser Umstand dazu, dass mir viele kleine Themen einfallen über die ich schreiben kann. Man kann sich somit auf viele kommende Artikel aus den unterschiedlichsten Bereichen freuen.

Liebe Grüße

Kai

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