Oslo S

Yufka-Abschied

Tau
Ein letztes Bild von Tau, das bereits in der einsetzenden Dämmerung verschwindet.
Stavanger
Der Nachtzug nach Oslo steht bereits zum um kurz vor 22.00 Uhr zum Boarding bereit.
Skigepäck
Nach der Ankunft am nächsten Morgen um 7.34 Uhr kann ich glücklicherweise mein Gepäck auf einen Kofferkuli verladen.
Oslo S
Bis zur Abfahrt meines Regionalexpresses nach Lillehammer laufe ich ein bisschen durch den Bahnhof, um die Müdigkeit ein bisschen zu unterdrücken.
NSB Flirt
Bei der Entwicklung dieses Regionalzugs stand ganz klar Qualität und nicht Quantität im Vordergrund - viel Platz für Gepäck, große Fenster, sehr komfortable Sitze, Verpflegung und selbstverständlich kostenloses Internet.
NSB Flirt
Auch an kleine Details, wie diese ausfahrbaren Kleiderhaken hat man gedacht.
Mjøsa
Ab dem kleinen Ort Eidsvoll geht es entlang des Mjøsa-Sees bis Lillehammer.
Mjøsa
Der Mjøsa-See ist mit rund 350 km² der größte See in Norwegen.

Auf Wiedersehen Jørpeland

Hier an den Ufern des Meeres kommt das Ende unsere Gemeinschaft

J.R.R. Tolkien - Der Herr der Ringe

So in der Art könnte man den Abschied nach mehr als fünf Monaten bei meiner Gastfamilie in Jørpeland beschreiben. Jedoch verlasse ich Jørpeland nicht für immer und die Grauen Antfurten sind auch nicht mein Ziel. Somit genießen wir bei einem letzten gemeinsamen Mittagessen mit Kaffee und Kuchen im Anschluss die vorerst letzten gemeinsamen Stunden. Ich habe Yufka für uns gemacht - einen türkischen Hackfleisch-Zuccini-Auflauf, der selbst bei den Kindern gut ankommt. Es ist allerdings viel zu viel und als es anschließend noch Kuchen gibt, ist schließlich das maximale Sättigungslevel erreicht.

Am Limit

Für den Abend, bevor es mit dem Nachtzug in Richtung Oslo und wieder nach Lillehammer geht, treffe ich mich noch mit Freunden auf ein letztes, gemeinsames Bier im Munken. Als ich allerdings mit meinem 23kg-Rucksack, der Langlaufskier-Tasche, meinem 10kg-Tagesrucksack und der Skischuhtasche bepackt die Fähre verlasse, stelle ich schnell fest, dass ich mein Bepackungslimit mehr als überschritten habe. Obendrein habe ich auch kein Pennyboard mehr, dass meinen Rucksack transportiert.

Deswegen geht es erstmal zum Clarion Hotel in Stavangers Innenstadt, wo ich mein gesamtes Gepäck den Abend abstellen kann. Wie vorteilhaft doch ein Status in einer Hotelkette ist, aber auch ohne Status sollte das kein Problem in Norwegen sein, wenn man nett fragt.

Im Nachtzug nach Lillehammer

Nachdem ich mein Gepäck abgestellt habe, bleiben noch rund zwei Stunden bis zur Abfahrt, die ich dafür nutze mich von meinen Freunden vom Halbmarathon zu verabschieden. So machen wir es uns im Munken, einer kleinen Kellerbar gemütlich und spielen ein paar Runden Karten.

Die letztlich Nachtzugfahrt verläuft relativ unspektakulär - es ist schön warm, das Internt funktioniert und ich habe zwei Sitzplätze für mich alleine, da der Zug nahezu leergefegt ist. Auch im Laufe der Fahrt wird der Zug nicht merklich voller und so komme ich einigermaßen entspannt durch die Nacht. Um 7.24 Uhr erreichen wir schließlich Oslo S, wo es dankenswerterweise noch Gepäckkulis gibt. Aus unerfindlichen Gründen, sind ebendiese auf deutschen Bahnhöfen nahezu ausgestorben. So schiebe ich mein Gepäck, bis zur Abfahrt meines Zuges nach Lillehammer, ganz entspannt durch die Gegend.

Red Dot Design Award-Züge

Die letzte, zweistündige Etappe nach Lillehammer in den preisgekrönten Nahverkehrszügen der NSB ist ein wahres Vergnügen. Einerseits ist das Einsteigen mit viel Gepäck überhaupt kein Problem, da sich neben fast jedem Eingang Gepäckplätze inklusive Skihalterungen befinden. Ebenso hat man den Zug der Marke Stadler etwas breiter gestaltet, mit ICE äquivalenten Sitzen ausgestattet und Panoramafenster für einen fantastischen Ausblick eingebaut. Ohne Zweifel merkt man, dass diese Züge auf Qualität und nicht Quantität ausgerichtet sind.

Andererseits ist das Wetter ein absoluter Traum: wolkenloser, blauer Himmel, tierverschneite Landschaft mit dem typischen Schneeglitzern und anhaltende Minusgrade. Es herrscht also vielversprechendes Wetter für vier Tage Langlauf in Lillehammer.

Bis dahin

Kai

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