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Streetart in Stavanger

Fiskepiren Stavanger
Am Fiskepiren in Stavanger wird am frühen Nachmittag noch über die letzten Fische und Krabben verhandelt.
Das Bojenfeld des Abenteuerspielplatzes mit feiner Kontorkulisse im Hintergrund.
Ebenso auf dem Spielplatz vor dem Ölmuseum wurden alte Bohrinstrumente zu "Rails" und einem Skatboardpark umfunktioniert - kreativ.
Mein absolutes Highlight der Streetart-Kunst in Stavanger: der Plattenbau-Stromkasten.
Ansonsten eine eher unbeliebte Kunst - das Scratching. Anstatt von Fenstern in der U-Bahn wurde hier allerdings die Hauswand verziert und das macht doch einiges her, wenn der Vermieter einverstanden ist.
Nebenbei die immer-bunte "Fargegaten" im Stadtkern von Stavanger. Zum einen ein beliebtes Ausgehviertel und zum anderen der Besuchermagnet von Stavanger.
Streetart Stavanger
Ein weiteres sehr gelungenes Stencil finde ich unter einem Hauseingang in einer kleinen Gasse im Stadtkern.
Streetart Stavanger
Gleich daneben, jedoch wesentlich größer, ein Hybrid aus Stencil im Hintergrund und Graffiti im Vordergrund. Farblich ein absoluter Hingucker.
Tananger
Am frühen Abend geht es dann mit dem Bus bis zur Endhaltestelle "Tjora" und durch das Industriegbiet bis zum Anleger.
Stavanger Hafen Nacht
Währenddessen genieße ich den schönen Panoramablick auf den beleuchteten Hafen.
Fjordline-Terminal
Nach ca. einem Kilometer komme ich schließlich am Terminal an und bin dort bis kurz vorm Boarding auch der einzige Fußgänger.

 

Pre scriptum: Sytten.de befindet sich zur Zeit im Umbruch bzw. im Re-Design. Deswegen kann es zeitweise vorkommen, dass Einiges etwas schlicht aussieht oder noch nicht angezeigt wird. Je nach Internet-Verfügbarkeit ist aber alles in den nächsten Tagen fertig und edler als vorher.

Streetart in Stavanger

Endlich ist Mittwoch, wobei sich die letzten Tage bis zum wohlverdienten Urlaub etwas hingezogen haben. Obendrein ist vorige Woche auch noch die Spülmaschine nach zehn Jahren ihren inneren Verletzungen erliegen. Bei einer sechsköpfigen Familie bedeutet das natürlich eine menge Abwasch oder schließlich ein Mülleimer voller Pappteller...

Das MasterCard-Problem

Bevor ich am Abend um 20.00 Uhr mit der Fjordline ins dänische Hirtshals aufbreche, habe ich mir endlich vorgenommen Stavanger in Ruhe und ohne Regen anzugucken. Bei den letztmaligen, regnerischen Aufenthalten habe ich überall in der Stadt Stencils, Graffiti und aufwendige Installationen entdeckt. Diese Hauptvertreter der Streetart kenne ich natürlich aus Hamburg, aber in Stavangers engen Gassen mit bunten Holzhäusern, hätte ich diese Kunst nicht erwartet.

So mache ich mich erfreut über das gute Wetter - es regnet nicht - um 11.30 Uhr auf den Weg zur Bushaltestation. Vorher muss ich allerdings noch etwas Kleingeld für die Busfahrkarte auftreiben, da man ausnahmsweise hier nicht mit Karte bezahlen kann. Kurzerhand entschließe ich mich, bei einem kleinen "Alibikauf" mit der Karte etwas zusätzliches Kleingeld herausgebenzulassen. Blöderweise kann es in Norwegen immer mal wieder vorkommen, dass MasterCards aus unerklärlichen Gründen nicht akzeptiert werden - ist natürlich heute der Fall. Also doch zum Geldautomat, wo der mindestens Betrag 200 Kronen sind, obwohl ich eigentlich nur 35 Kronen für die Fahrkarte brauche. Zu guter Letzt erreiche ich den Bus noch pünktlich und habe das Portemonnaie voller Kleingeld.

Nuart Stavanger

Um kurz vor 13.00 Uhr komme ich nach der Busfahrt nach Tau und der 40-minütigen Überfahrt mit der Fähre in Stavanger an. Auf dem Autodeck hat sich zu allem Überfluss noch der Objektivdeckel verabschiedet, den ich zwischen den ganzen Autos nicht wiederfinden kann. Ein netter Autofahrer, der mein Gesuche unter seinem Auto von oben beobachtet, weist mich darauf hin, dass der Deckel auf die andere Seite verweht ist. So findet ich ihn also doch noch wieder.

Am Hafen von Stavanger liegen noch zwei kleine Fischerbote und verkaufen ihre frischen Krabben und Fische. Ein paar Meter weiter liegt das Ölmuseum von Stavanger, auf dessen Vorplatz man aus ausrangierten Öl-Bohrern, Ankern und Bojen einen Abenteuerspielplatz errichtet hat. Ob gewollt oder ungewollt, befindet sich allerdings nichts mehr in seinem ursprünglichen Look - alles ist mit farbenfrohen Graffiti verziert.

Anschließend geht es weiter in Stavangers verwinkelte Innenstadt und zu aller erst in die "Fargegaten". Die kleine Gasse ist mit ihren knallbunten Holzhäusern ein absolutes Muss für einen Besucher und ebenso für das ausgehfeurige Volk am Abend. Ebenso gibt es hier im "Zirkus" sicherlich Stavangers bestes  "Pølserbrødet" (Hotdog). Beim Schreiben des heutigen Artikels fällt mir leider auf, dass ich vergessen habe für ein Hotdog zurückzukehren... Nach der Fargegaten geht es, wie immer, mal links mal rechts durch die Stadt.

Auf dem weiteren Weg entdecke ich neben zahlreichen Graffiti und Stencils auch den Grund für die so stark vertretene Street-Art - das alljährliche Nuart-Festival. Zwischen August und September treffen sich hier zahlreiche Künstler für einige Wochen und verzieren Wände, Mülleimer und Stromkästen. Dabei haben mich die sonst so schlichten Stromkästen, die im Stile eines Plattenbaus verziert sind, am meisten begeistert. So einfach und doch so schön. Bis ich allerdings einen finde, wo kein Plakat klebt und kein Fahrrad davor steht, dauert es ein bisschen.

Sola, Risavika, Tjora

Es könnten drei IKEA-Möbelstücke sein: Sola: die Stehleuchte,  Risavika: das Schneidebrett und Tjora: der Barhocker. Allerdings handelt es sich hierbei um meine Reiseroute aus der Stadt zum Fjordline-Terminal in Stavanger Sola. Im Gegensatz zum sehr zentralen Terminal in Bergen liegt das hiesige Terminal ca. 30 Minuten außerhalb der Stadt. Da die Buslinie 2 allerdings alle 15 Minuten in Richtung Sola fährt, ist es kein Problem das Terminal auch ohne Auto zu erreichen. Von der Bushaltestelle "Tjora" gehe ich bereits im Dunkeln zum Fjordline-Terminal mitten im Industriegebiet des Hafens. Trotz der Dunkelheit gibt es entlang des Weges einiges zu sehen - darunter hauptsächlich Equipment für Bohrinseln und natürlich der beleuchtete Hafen.

Das Einchecken im neuen Fjordline-Terminal ist problemlos und ohne Anstehen innerhalb von fünf Minuten geregelt. Bis die M/S Bergensfjord um 19.00 Uhr aus Bergen eintrifft, schreibe ich den heutigen Artikel und lausche "zwöi deitschen Droggern". Da fühlt man sich gleich wieder richtig "Deutsch", da ansonsten das gesamte Terminal leergefegt ist. Aus diesem Grund hat Fjordline wahrscheinlich auch Freifahrt-Gutscheine an ihre Mitglieder versendet. So fahren wenigstens ein paar Leute mit, die noch etwas Geld im Tax-Free-Markt und den Restaurants ausgeben. Letztlich, und das kann man durchaus mal erwähnen, da es wirklich ein gutes Angebot ist, habe ich 330 Kronen (35€) für eine eigene Kabine mit zwei Mal Frühstücksbüffet bezahlt. Der einzige Minuspunkt es gibt kein öffentliches Internet im Terminal und an Bord bezahlt man dafür ein Vermögen.

 

Bis dahin

Kai

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