Was War? Was kommt?

Silvester Norwegen
Bei gemütlicher und noch etwas weihnachtlicher Stimmung geht es gemütlich in den Abend.
Silvester Norwegen
Im Anschluss an das Essen folgt das "Pakkelek", welches dem eingedeutschten Julklapp ähnelt.
Silvester Norwegen
Währenddessen regnet es draußen in Strömen.
Silvester Norwegen
Kurz vor Mitternacht hört es schließlich auf zu regnen und man erkennt im Nebel den Scheinwerfer eines örtlichen Unternehmens, der jede Nacht fröhlich in den Himmel strahlt.
Silvester Norwegen
Wunderkerzen sind wortwörtlich auch in Norwegen ein Dauerbrenner.
Silvester Norwegen
Um Punkt 0:00 Uhr wird das neue Jahr mit zahlreichen Raketen begrüßt.
Silvester Norwegen
Wie gut das es Serienbilder gibt...
Silvester Norwegen
Funfact am Rande: in Norwegen müssen alle Kinder und Jugendliche an Silvester eine Schutzbrille tragen. Ohne diese geht es nicht raus.

Was war? Was kommt?

Als Gastgeber trinken?

Die norwegische Silvesterfeier unterscheidet sich nicht sonderlich von der deutschen. Allerdings wird hier traditionell Pute gegessen, die von zahlreichen Beilagen begleitet wird. Im Nachhinein wird ein weiteres Mal eine umfangreiche Nachtischplatte aufgeboten, bei der es von Torten, über Kekse und Puddings an nichts mangelt.

Was ich bisher nur gelesen habe, aber nicht wirklich glauben konnte ist, dass man als Gastgeber mit eigenen Kindern im Haus nichts trinkt oder nur sehr wenig. Grundsätzlich wird der Alkohol-Konsum in Norwegen bereits sehr streng vom Staat reguliert wird. So können Weine, Spirituosen und sonstiges Hochprozentiges nur noch in speziellen Geschäften erworben werden. Ebenso kann es vorkommen, dass man für ein kleines Bier 0,33 l  umgerechnet zehn Euro auf den Tisch legen muss – von Wein einmal ganz abgesehen. Und falls man nach einem warmen Sommer-Sonntag das kühle Bier im Supermarkt auch nicht mehr finden kann, sondern nur noch Kühlschränke, die mit Rollos abgesperrt sind, wird man sich dem gesamten Ausmaß des norwegischen Umgangs mit Alkohol bewusst.

Letztlich versucht man alkoholische Getränke für die Jugend nahezu unzugänglich zu machen und für den Rest der Gesellschaft den Konsum von Alkohol in der Attraktivität zu senken. Sei es durch hohe Preise, streng geregelte Verkaufsorte und geregelte Verkaufszeiten. Vollends überzeugt bin ich von dieser „Vormundschaft“ des Staates allerdings nicht, da meiner Meinung/Erfahrung nach die Attraktivität für Jugendliche durch totales Verschweigen und Null-Toleranz nur noch größer wird.

Mit 21,5 Kilometern in das neue Jahr

Nach diesem kleinen Ausflug in das norwegische Trinkverhalten geht es jetzt zurück in das neue Jahr. Als wir am frühen Morgen nach Hause kommen, ist es bereits zu spät um wirklich tiefen Schlaf zu finden, wenn man nicht den ganzen Tag durchschlafen möchte. Einmal abgesehen davon, dass die Kinder ab 9.00 Uhr Alarm machen werden. So mache ich es mir in meinem Zimmer gemütlich und frühstücke gemütlich am ersten Tag des Jahres.

Draußen ist winterliches Wetter aufgezogen: kein Regen, keine Wolken, klarer, blauer Himmel, und leichte Minusgrade. Es herrschen also beste Voraussetzungen für einen kleinen Neujahrslauf. Da mir bereits in zwei Wochen der Halbmarathon bevorsteht, passt mir dieser Lauf auch gut in den Plan. Am Anfang entlang des Fjordes versuche ich noch langsam zu laufen und das Wetter zu genießen, was ich schnell aufgebe. Nach fünf Kilometern ertappe ich mich etwas über meinem normalen Tempo und nach einer Stunde und 50 Minuten sprinte ich die letzten Meter der heutigen 21,5 Kilometer.

Langsam geht halt nicht, wenn Energie da ist…

Bis dahin

Kai

 

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