Cocktail auf Deck 15

Color Line
Bei der Einfahrt am Morgen in die Kieler Förde ist sowohl an Deck als auch auf dem Wasser wenig los.
Leuchtturm Kiel
Der grün-weiße Leuchtturm an der Friedrichsorter Enge.
Shilling Yacht A
Nahe des Norwegenkais liegt die "Sailing Yacht A" des russischen Milliardär Melnitschenko. Sie ist zudem die längste Segelyacht der Welt.
Stena Scandinavia
Auf der anderen Seite der Förde liegt die Stena Scandinavica, die am Abend wieder nach Göteborg aufbrechen wird.
Color Line
Kurz vor dem Anlegen am Norwegenkai muss die Color Fantasy um 180° drehen, um dann mit dem Heck am Kai anzulegen.
Océanic à la carte
An Bord der beiden Color Line-Fähren gibt es neben dem Grand Buffet auch ein À la Carte Restaurant am Heck und ...
Tapas Bar Color Line
eine kleine Tapas-Bar falls einem auf dem Weg zum Restaurant der Hunger überkommt.
Color Line Promenade
Ein Blick in die lange Promenade an Bord der Color Fantasy.
Color Line Observation Lounge
Am Nachmittag gönne ich mir einen Cocktail in der Observation-Lounge auf Deck 15.
Store Belt Bro
Um 18:15 Uhr unterfahren wir schließlich die "Storebæltbroen", die die beiden dänischen Inseln Fünen und Seeland miteinander verbindet.

Cocktail auf Deck 15

Nachtrag vom Julebord

Den Tisch beim Weihnachtsbuffet der Color Line habe ich für 20.00 Uhr reserviert. Pünktlich werden die Türen geöffnet und die zahlreichen Kellner beginnen die Gäste zu ihren Tischen zu begleiten. Im Vergleich zur DFDS und sonstigen, mir bekannten, Restaurants auf See, kann das Grand Buffet der Color Line durch seinen sehr eleganten Charme punkten. Dabei machen Highlights, wie Live-Klavier-Musik und der sehr gute Service den Hauptunterschied.

Allerdings und das war für mich eine unerwartete Überraschung an diesem Abend, konnte mich das Buffet nicht überzeugen. Bereits auf den Vorgängern der „Princess Ranghild“ und der „Kronprins Harald“ war das Buffet ein absolutes Highlight auf jeder Reise. Auch wenn ich mich damals, mit sechs Jahren, auf Möhrchen, rote Beete und den Nachtisch konzentriert habe, so ist es trotzdem immer positiv in Erinnerung geblieben.

Enttäuschung auf hohem Niveau

Nun zum Buffet und den Gründen. Grundsätzlich kann man das Buffet in drei Bereiche unterteilen: Vorspeisen und Beilagen, Hauptspeisen und Nachtisch. Unter „Vorspeisen und Beilagen“ finden sich diverse Meeresfrüchte und Lachs in ebenso facettenreicher Zubereitung, Brot mit einigen Belägen und eine enttäuschende Auswahl an Salaten. Ich laufe drei mal das Buffet ab, aber die üblichen Salatvariationen wurden schlichtweg durch eine Schale mit Blattsalat und einigen „Toppings“ wie Schafskäse o.ä. ersetzt.

So gehe ich gleich zum Hauptgang über. Ich entscheide mich beim ersten Mal für das Weihnachtsgericht – Kartoffel, Rotkohl, Frikadellen, Braune Soße und ein Klecks Preiselbeer-Marmelade. Dies war soweit in Ordnung, lediglich die Frikadellen hätten etwas brauner sein können. Beim zweiten Gang am Buffet entscheide ich mich für die beiden Totalausfälle des Abends: ein Kartoffelauflauf und eine vegetarische Lasagne. Der Kartoffelauflauf ist leider völlig ohne Geschmack – weder Salz noch Kräuter, nichts. Die Lasagne wiederum hat Geschmack, aber leider einen sehr penetranten, bitteren Geschmack, hinter dem ich den Fleischersatz vermute.

Rettung des Abends

Nach diesem Hauptgang gebe ich auf und gehe folglich zum Nachtisch über. Hier macht sich das Julebord bemerkbar, da ein ganzer Tisch mit Keksen und ähnlichen weihnachtlichen Leckereien vollsteht. Ebenso hat man den Suppenkessel mit Glühwein gefüllt, wobei man vorher das Schild mit „Suppe“ hätte entfernen sollen… Den restlichen Abend probiere ich mich durch zahlreiche Torten, Puddings, Eis, Kekse und sonstige Dessertvarianten. Dabei bleibe ich mehrmals bei einem geschichteten Nachtisch hängen, der abwechselnd Streusel und Apfelmus vereint und mit einer Sahnehaube getoppt ist. Wie gut das man sich wenigstens auf den Nachtisch verlassen kann.

Donnerstag in Kürze

Am heutigen Donnerstag ist nicht viel passiert, wobei ich es bereue nicht doch noch ein paar Kekse vom Buffett mitgenommen zu haben. Da ich kein Frühstück im Voraus gebucht aber und auch nicht spontan vorbei gucken werde, gönne ich es mir bis 9.00 Uhr zu schlafen. Danach dusche ich und gehe pünktlich zum Einlaufen und Anlegen an Deck.

Bei diesem kurzen Besuch in der Heimat habe ich mich vorher mit einem Freund verabredet, der nun in Kiel wohnt und studiert. Er holt mich ab, wir fahren zu seiner Wohnung und gehen im Anschluss an der Förde spazieren. Da die Color Line jeweils nur vier Stunden im Hafen liegt, bleibt uns nicht viel Zeit und so schnacken wir in aller Kürze über neues aus der Heimat und aus Norwegen. Kurz vor der Rückfahrt gucke ich nochmal in einem deutschen Bäcker vorbei. Auch wenn die Norweger gut backen können, so vermisse ich doch meinen kleinen Bäcker in der Heimat – die Käsebrötchen, Apfeltaschen, Brötchen, Brot und die nette Atmosphäre.

Cocktail und Store Bælt-Bro

Am Nachmittag gönne ich mir eine Auszeit in der Observation Lounge auf Deck 15 weit über dem Meer ganz Vorne am Bug. Hinter den großen Panoramafenstern genieße ich den fast 180° Ausblick und die Ruhe, da auch hier nichts los ist. Ich bestelle mir einen Cocktail und sehe mir einige Bilder von Mitte Juli aus Danzig und Süd-Schweden an.

Um 18.15 Uhr unterfahren wir schließlich Store Bælt-Bro, die die beiden dänischen Inseln Fünen und Seeland mit einander verbindet. Selbstverständlich ist die Sonne schon lange untergegangen und so blinkt und leuchtet die Brücke mit ihren zahlreichen Lampen in der Dunkelheit. Immer wieder schön.

Bis morgen

Kai

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