3-Sjøersløpet

3-Sjøersløpet
Die Verfolger der Spitzengruppe nach vier Kilometern entlang des "Stor Stokkavatnet".
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Momentaufnahmen vom Lauf und den Läufern.
3-Sjøersløpet
Das Publikum ist bei jedem Läufer oder jeder Gruppe in Höchstform und so wird die Norwegen-Flagge geschwenkt und "Heia! Heia!" gerufen.
3-Sjøersløpet
Im Publikum sind selbstverständlich alle Altersgruppen vertreten, ebenso unter den Läufern.
3-Sjøersløpet
Die Straße, die während des Laufs den Autofahrern etwas Geduld abverlangt.
3-Sjøersløpet
Hinter den Trinkstation bedecken zahlreiche Becher en Boden.
Sverd i Fjell
Bei konstanten Regen erreiche ich das Denkmal am Hafrsfjord.
Sverd i Fjell
Raus ziehen unmöglich. Zudem bringt es einem auch nicht den Königstitel...
Pennyboard
Nach 13 Kilometern auf hauptsächlich nassen Fahrradwegen komme ich dem Flughafen immer näher.
Stavanger Airport
Am Gate mache ich es mir schließlich mit dem Sandwich  gemütlich.
Oslo Gardermoen
Nach 45 Minuten kommen wir in Oslo Gardermoen an, wobei hier der Schnee größtenteils geräumt wurde.
Flytoget
Nach einem langen Tag erwartet mich nur noch die Fahrt mit dem Flytoget in die Innenstadt.

3-Sjøersløpet

Präliminaria

Nach fast zwei Wochen Absenz ohne einen Artikel und einer Zeit in der fast nichts los war, geht es jetzt (endlich) mit Reiseartikeln weiter. Grundsätzlich hätte meine neue Kamera einen hervorragenden Artikel abgeben können, allerdings kam  sie dafür zu spät – jedoch gerade noch pünktlich zum Urlaub. In naher Zukunft wird sicherlich noch ein Artikel zu diesem Thema erscheinen. Bis dahin werde ich die „neuen“ Bilder vorwegschicken.

Ansonsten war in den letzten Wochen nichts Besonderes los. Es ist kalt, mal regnerisch und zum Teil noch herbstlich.

Stehen, Gehen, Fotografieren

Nun steht endlich der einwöchige Urlaub an, wobei ich am heutigen Samstag vorerst beim Stadtlauf in Stavanger als Fotograf arbeite. Dankenswerterweise fährt mich meine Gastfamilie zu meinem Fotospot außerhalb der Stadt. Zwischen den zwei Seen „Hålandsvatnet“ und „Store Stokkavatnet“, die unter anderem Namensgeber für den „3-Sjøersløpet“ sind, werde ich meinen Nachmittag verbringen. Nachdem ich ein wenig umhergelaufen bin, ein paar Spots nahe des Sees, den Trink-Stationen und der Straße ausgemacht habe, sind meine Hände bereits tiefgefroren. In meinem kleinen Rucksack, der das gesamte Reisegepäck beinhaltet, finde ich die Mütze und das Halstuch ohne Probleme – die Handschuhe habe ich vergessen.

Um 11.00 Uhr wird es Zeit das durchaus trendige STAFF-Leibchen überzuziehen und die erste Fotoposition am See zu beziehen. Die Luxus-Warnweste mit zahlreichen Logos, einem Kragen und einem Reißverschluss wird mir in Zukunft sicherlich eine gute Warnweste beim Laufen sein. Zehn Minuten nach später kommen die ersten Läufer nach vier von 21,5 Kilometern an meiner Stelle an. Die nächsten zwei Stunden mache ich Bilder, laufe umher, wärme die Hände auf und feuere die Läufer mit an.

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Während des weiteren Verlaufs des Halbmarathons positioniere ich mich an der Hauptstraße zwischen den zwei Seen. Sofern nicht gerade Zuschauer die Straße blockieren oder Läufer selbige queren, können Autos diese Stelle passieren. Also fast nie. Glücklicherweise hat das Organisationskomitee extra Verkehrsordner zur Verfügung gestellt, die dies regeln. Als allerdings ein Autofahrer meint er müsse nicht warten und sich auch nicht von dem gespannten Flatterband, den querenden Läufern und den Zuschauern abhalten lässt, sind auch die Ordner hilflos. In aller Seelen Ruhe fährt er ohne zu Bremsen durch das Flatterband, unterbricht den Lauf und drängelt die Zuschauer mit seiner Stoßstange zur Seite.

In diesem Moment trauen alle ihren Augen nicht, bis drei, zwei, eins, ein Schimpfkonzert sondergleichen beginnt. Auch in Norwegen gibt es völlig… Naja.

7 °C und Regen

Der restliche Lauf läuft jedoch verhältnismäßig ruhig ab, wenn man von den Anfeuerungsrufen absieht. Als gegen 13.30 Uhr die letzten Läufer unsere Stelle passiert haben, mache auch ich mich auf den Weg. Währenddessen überlege ich wohin ich eigentliche gehe bzw. fahre, da ich mein Pennyboard mitgenommen habe. Noch ist es trocken und so entscheide ich mich mit dem Pennyboard direkt zum Flughafen zu fahren, wo ich am späten Nachmittag nach Oslo fliegen werde. Auf den 15 Kilometern zum Flughafen ist immer ein perfekter Fahrradweg vorhanden. Somit komme ich sehr gut voran und auch der Rückenwind macht es mir einfach.

Als ich allerdings an einer der Attraktionen in Stavanger vorbeikomme, dem „Sverd i Fjell“, beginnt es sich langsam einzuregnen. So stelle ich mich für eine kurze Zeit unter einen baum und betrachte die drei, zehn Meter hohen Schwerter, die senkrecht in den Fels gerammt sind. Auf einer Tafel lese ich, dass das Denkmal an die „berühmte“ Schlacht am Hafrsfjord im Jahre 872 erinnert. Nach knapp 15 Minuten Kultur geht es weiter entlang des Hafrsfjords in Richtung Sola Flughafen.

-2° C und Schnee

Nach knapp zweieinhalb Stunden komme ich am Flughafen weit außerhalb der Stadt an. Bis zu meinem Flug habe ich noch knapp drei Stunden Zeit, die ich nutze um die knapp 1000 Bilder zu sichten und nach dem Tag ein bisschen zu entspannen. Bei einem freien Blick auf das Rollfeld und eine ankommende Boeing 777 der Lufthansa-Cargo gönne ich mir ein Sandwich. Mein Flug, der bereits letzte an diesem Tag in Stavanger, ist nahezu voll besetzt. Auf Grund des starken Windes und den tiefstehenden Wolken ist es ein etwas unruhiger Anstieg. Wobei die Maschine verhältnismäßig steil ansteigt, um die südlichen Ausläufer der Skanden zu überfliegen.

Als wir nach gut 40 Minuten in Oslo landen bzw. im Landeanflug sind, traue ich meinen Augen kaum – überall Schnee! Als ich nach einem kleinen Fußmarsch an den Gepäckbändern ankomme dreht zu meiner Verwunderung mein Rucksack bereits seine Runden. Entweder sind die Osloer-Gepäck-Abfertiger der gesamten Welt voraus oder mein Rucksack ist mit der früheren Maschine mitgeflogen. Egal. Im Anschluss geht es mit dem Flytoget in die Innenstadt, wo ich zwei Tage bei einer Freundin von meinen Gasteltern übernachten werde.

Ich freu mich auf einen winterlichen morgigen Tag in Oslo.

Bis dahin

Kai

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