Goodbye Schweden – Hallo Norwegen

Bahnhof von Trollhättan
Auf dem Bahnhof von Trollhättan ist am frühen Nachmittag nur wenig los.
Züge in Oslo
Nach der Ankunft in Oslo wird bei einer kleinen japanischen Reisegruppe erstmal ein Fotoshootings veranstaltet.
Oper Oslo mit "WAR"-Schriftzug
Ist das Kunst oder kann das weg? Eigentlich soll der Schriftzug für die aktuelle Aufführung werben, es wirkt allerdings wie Vandalismus.
Lefse-Abendbrot
Vor diesem Panorama mache ich es mir gemütlich und esse ein paar Lefse.
Ankunft Stena Line in Oslo
Mit den letzten Sonnenstrahlen kommt die "Stena Saga" aus Fredrikshavn in Oslo an.
Nacht-Komfort-Paket der NSB
Das Nachtkomfort-Paket der NSB macht die kurze Nacht im Zug etwas angenehmer
Nachtzug in Stavanger
Bei der Ankunft in Stavanger um kurz vor 8.00 Uhr regnet es zur Begrüßung.
Fähre nach Tau
Die Fähre von Stavanger nach Tau ist nur halb gefüllt zu dieser Uhr- und Jahreszeit.
Fähre nach Tau
Ein wenig später auf der Fähre regnet es immer noch, aber dafür habe ich eine trotzdem gute Aussicht.

Goodbye Schweden – Hallo Norwegen

Schon wieder ist der Kurzurlaub vorbei und es heißt ein letztes Mal Sachen zusammen packen und aufbrechen. Am heutigen Tag geht es mit dem Bus von Vänersborg in die Nachbarstadt Trollhättan. Von dort nehme ich den Zug nach Oslo, wo ich nach drei Stunden Fahrt um 17.00 Uhr ankomme. Am späten Abend geht es mit dem Nachtzug nach Stavanger weiter, wo mich zum Abschluss nur noch eine kleine Fährfahrt erwartet.

Am Bahnhof von Trollhättan ist am Freitagvormittag nur wenig Betrieb und auch der Zug ist nur spärlich besetzt. Da ich keine Reservierung habe und zu dem getätigte Reservierungen nicht angeschlagen werden können, muss ich mir einen Platz auf gut Glück suchen. Erstaunlicherweise muss ich meinen Platz bis Oslo nicht freigeben und so genieße ich die Fahrt durch die schwedische Landschaft.

Hallo Norwegen

Ich kann es kaum erwarten endlich über die Grenze zu fahren und verfolge auf der interaktiven Karte jeden Meter, den sich der Zug der Grenze nähert. Nahe Kornsjø passiert der Zug die Grenze, die hier in der Mitte des kleinen Flusses verläuft. Darauf folgt eine kleine Begrüßungsansprache der Schaffnerin und ich bin in Norwegen.

Auf den letzten Kilometern füllt sich der Zug bis zum absoluten Maximum mit Leuten, die ihr Wochenende in Oslo einläuten wollen. In der Regel wird das Wochenende mit einem Fredagspils (Freitagsbier) begrüßt, weswegen es Freitagabends stets voll in den Bars, Pubs und Kneipen ist.

Nach meiner Ankunft in Oslo besorge ich mir in einem kleinen Supermarkt am Bahnhof ein paar Lefse und drei kleine Butterschachteln. Zur Erklärung: Lefse sind kleine, typisch norwegische Teigfladen auf Kartoffelbasis. Mit dem Abendbrot im Gepäck steure ich einen mir bereits bekannten Picknickplatz gegenüber der Oper an. An der Frontseite der Oper prangert ein riesiger „WAR“-Schriftzug. Ich tippe zuerst auf eine Protestkation, allerdings ist es Werbung der Oper für ihr neues Programm. Es ist also Kunst und kann nicht weg. Während die Sonne langsam untergeht und ich mein kleines Abendbrot esse, legt zu dem die Stena Line aus Fredrikshavn am Terminal gegenüber an.

Von der Oper zum Au-Pair

Um kurz vor 20.00 Uhr trete ich den Rückweg zum Hauptbahnhof an, was auf Grund der lediglich 500 Meter Entfernung schnell erledigt ist. Bis zur Bereitstellung meines Nachtzugs bleiben mir noch knapp zwei Stunden Zeit. Im oberen Stockwerk des Bahnhofs hat man ein Klavier zur freien Verfügung aufgestellt und so lehne ich mich bei teils talentierten Freizeitpianisten zurück.

Für die kurze Nachtfahrt habe ich mich diesmal gegen ein Schlafabteil entschieden, welches mir mit 900,- NOK zu teuer war. Dafür gibt es ein „Nacht Komfort Paket“, welches eine Decke, Ohrenstöpsel, eine Augenmaske, ein Kissen und einen Verzehrgutschein beinhaltet. Zu dem bleibt der Platz neben einem die ganze Zeit frei, man hat einen erweiterten Fußraum und dauerhaften Zugang zu warmen Getränken.

Die Nacht vergeht schnell, allerdings kann ich trotz des „Amenity-Kits“ nicht vollständig durchschlafen. Eine halbe Stunde vor der Ankunft in Stavanger kommt der Schaffner in unseren Waggon. In der letzten Station hätten sie den Zugchef „vergessen“ und deswegen müsse man die letzten zwei Wagen schließen, da er alleine lediglich vier Waggons beaufsichtigen dürfe. Während wir die restlichen Kilometer nach Stavanger zurücklegen und der Zugchef irgendwo im Nirgendwo steht, regnet es draußen wie aus Eimern.

Dies ändert sich auch nicht als ich im noch verschlafenen Stavanger zu Fähre gehe, auf der Fähre bin und nach 40 Minuten die Fähre wieder verlasse. Es regnet!

Damit geht also mein Herbsturlaub zu Ende und beginnt mein Au-Pair-Aufenthalt in Jørpeland.

Bis dahin

Kai

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