Galå Fjällgård

Den Wegweiser an der wenig-befahrenen Schotterstraße und der Briefkasten des "Fjällgårds".
Eine der vier Ferienhütten im schlichten, schwedischen Design umgeben von Birken und Tannen.
Der Treffpunkt im "Galå Fjällgård": die Grillhütte. Beim gemütlichen Feuer kann man hier so einige Stunden ausharren.

Mein Arbeitsplatz

Galåbodarna

Mitten im schwedischen Fjell. Von Östersund, der größten Stadt im Umland, fährt man ungefähr eineinhalb Stunden mit dem Auto bis Galåbodarna. Wer jetzt einen Ort hinter dem Namen erwartet, liegt falsch. Entlang der festgefahrene Schotterstraße haben sich lediglich das „Galå Fjällgård“, eine Alm, zwei kleine Wohnhäuser und (im Sommer) ein Briefkasten für ein Ferienhaus fernab der Straße angesiedelt.

Die Fjällgård-Feriensiedlung besteht aus fünf Ferienhäusern, einer Ferienwohnung, einem Servicehaus (zum Teil in Entstehung), einem Stellplatz für Wohnmobile und dem Wohnhaus der Eigner. Vier von den fünf Ferienhäusern und das Appartement liegen in dichter Nähe zu einander und haben nach dem normalen, westeuropäischen Standard einen eigenen Strom und Wasseranschluss. Die fünfte Ferienhütte liegt 500m-Luftlinie abseits von Haus und Hof, ohne Wasser aus der Leitung und folglich einem Plumpsklo-Häuschen im Wald.

Wasser hadde du de da

Einen eigenen Wasseranschluss gibt es selbstverständlich nicht im „Galå Fjällgård“. Dafür ersatzweise einen eigenen Brunnen, der mit natürlich-gefilterten Quellwasser aus ca. 70 Metern Tiefe die gesamte Feriensiedlung kostengünstig mit frischen Wasser versorgt. Wer das Wasser einige Minuten laufen lässt, kann seine Flasche im Anschluss mit 4°C kalten Wasser befüllen. Bevor allerdings warmes Wasser zum Duschen zur Verfügung steht, durchläuft das Quellwasser den hauseigenen Boiler, der ausschließlich mit Holz beheizt wird. Sofern kein schwerwiegendes Problem auftritt, steht auch immer Warm-Wasser zum Duschen zur Verfügung – ein Kaltwasser-Schock bleibt also aus.

Dementsprechend finden sich auf dem gesamten Gelände zahlreiche „Euro-Paletten“ mit feinsäuberlich-gestapelten Holzscheiten, die regensicher auf ihren Einsatz warten. Selbstverständlich wird nicht der gesamte Holzvorrat für die Warmwassererzeugung benötigt, sondern hauptsächlich, um an kalten Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Wintertagen die Häuser mit einem Feuer im Kamin zu heizen.

Ohne Holz läuft hier wenig gar nichts.

Meine Arbeit

Auf Grund der Feststellung, dass hier ohne Holz gar nichts läuft, hängen logischerweise auch viele meiner Arbeitstätigkeiten mit der Aufbereitung des Holzes zusammen. Bei diesen Mengen an Holz wird schon lange nicht mehr im Holzfällerhemd das Holz in Handarbeit gespalteten. Deswegen stehe ich beispielsweise am hydraulischen Holzspalter und spalte Baumstämme, stehe am Brennholzhaufen und staple Brennholz auf Paletten oder verteile mit der Schubkarre einzelne Holzladungen auf dem Gelände. Andererseits dient das Holz auch als Werkstoff und so entrinde ich (per Hand) die Baumstämme oder staple gesägte und entrindete Holzbretter.

Ein guter Ausgleich zur anstrengenden Arbeit ist das abwechselnde Kochen zum Mittag, das Unkrautjäten im Sonnenschein sowie das wöchentliche Rasenmähen des Geländes.

Olympische Grüße

K.a.i

P.S. Für die, die sich den „Galå Fjällgård“ genauer angucken möchten, habe ich hier eine Verlinkung zur Homepage eingefügt. Für aktuelle News kann man auch bei Facebook vorbeischauen.

Galå Fjällgård – Homepage

Galå Fjällgård – Facebook

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