Tunnelbana

Die Station"Thorildsplan" wurde mit hunderten kleinen Fliesen in das Videospiel "Super Mario" verwandelt.
In "Solna Centrum" wurde aufwendig und sehr detailliert das schwedische Landleben verewigt.
Ebenfalls in "Solang Centrum" führt diese lange Rolltreppe an die Oberfläche.
An der Station "Västra Skogen" wurden der künstlerischen Freiheit keine Grenzen gesetzt und abstrakt gedacht.
Die Station "Kungsträdgården" wurde königlich verziert.
An der zentralen Station des Netzes in Stockholm "T-Centralen" hat man sich nur mit den hellblau und weiß ausgetobt.
Ebenfalls in "T-Centralen" die Verzierung einer Wand.
An der Station "Stadion" hat man sich auf einen bunten Regenbogen und
diese blumige Verzierung einer Bank beschränkt.

Der Altglas-Wecker

Stockholm

„Klingelt“ um 7.00 Uhr, als die Müllabfuhr die Müllcontainer des Hotels leert. Gefühlt eine halbe Stunde dauert die Snooze-Phase, dann ist wieder Ruhe und ich mache es mir nochmal gemütlich. Das Frühstücksbuffet des Hotels ist in Ordnung – es fehlt nichts außer Kanelbullar, was natürlich ein ganz klares Minus ist. Neben mir sitzen zwei deutsche Pärchen mittleren Alters, ich gebe mich allerdings nicht als Deutscher zu erkennen. Erst als ich mit einem Schweden ins Gespräch komme, merken sie, dass ich Deutscher bin. Er kommt aus Mora einer kleinen Stadt in Mittelschweden und erzählt, dass er als er jung war, seine geerbten Waldbestände vollständig verkauft hat und nun als Künstler „arbeitet“.

Er empfiehlt mir im März nächsten Jahres den „Vasaloppet“ in Mora zu besuchen. Ein Langlaufrennen bei dem ca. 40.000 Läufer in unterschiedlichen Gruppen die 90 km von Sälen nach Mora im klassischen Stil zurücklegen. Erinnern soll das Rennen an die Flucht des schwedischen Königs Gustav dem I. vor den Soldaten des dänischen Königs im 15. Jahrhundert, der eine ähnliche Strecke auf Skiern zurücklegte. Ich trage es mir in meinen Kalender ein.

Mensch gegen Maschine

Das Check-Out läuft zu fortschrittlich nur noch über Touchpads, so dass sich eine lange Schlange gebildet hat, obwohl man doch bloß die Zimmerkarte abgeben möchte. Auch die Karte für den Gepäckraum funktioniert nicht und ich bekomme eine zweite mit Herzchen verzierte, die natürlich funktioniert.

Flucht in den Untergrund

Da es bedeckt ist und kein Sonnenstrahl die Wolkendecke durchbricht, beschließe ich in den Untergrund zu fliehen und mit der U-Bahn durch Stockholm zu fahren. Wer in Stockholm mit der U-Bahn fährt, wird auf seiner Fahrt an einigen prachtvoll gestalteten Stationen vorbeikommen. Oft gibt es passend zum Ort oder dem Namen der Station ein Motto, welches sich in der Bemalung oder den Objekten wiederfindet. Ich fahre also mit der „Tunnelbana“ von Station zu Station und entscheide bei der Einfahrt in die Station, wo ich aussteige. Lohnenswert sind folgende Stationen: Solang Centrum (Småland), Thorildgatan (Super Mario und Pac-Man), T-Centralen( Duoton-Bemalung), Kungsträdgården (Könige von Schweden), Stadion (Farben) und Universitetet (Forschung).

Ganze vier Stunden bin ich unter der Erde unterwegs, mache Fotos und fahre mit der U-Bahn. Die Fotos sind bei den schwierigen Verhältnissen zeitaufwendig und haben im Durchschnitt eine Auslesezeit von mindestens zehn Sekunden. Das sorgt dafür, dass die Bilder bei den dunklen und unterschiedlichen Lichtverhältnissen, eine gute Qualität haben und nicht unterbelichtet sind. Ein junger Schwede guckt mir interessiert zu, als ich die Kamera einstelle. Wir kommen ins Gespräch und ich gebe ihm den Link von meinem Blog, so kann er sich die Ergebnisse meiner Arbeit angucken.

Als ich an meinem Hotel wieder aussteige, sit der Himmel nur noch leicht bewölkt. Da ich mittlerweile ordentlich hungrig bin hole ich mir beim Supermarkt um die Ecke Brötchen. Der Belag stammt aus der Salatbar: fertig geschnittene Gurken, Zwiebeln, Paprika und Schafskäse. Dieser Nachmittagssnack kostet lediglich 29 SEK und schmeckt in einem kleinen Park (an der Oberfläche) hervorragend.

Letzte Reise

Ich gehe im Anschluss zurück zum Hotel, sichte die Fotos und mache mich dann mit dem Gepäck auf den Weg zum Bahnhof. Mir steht der letzte Teil des Urlaubs bevor: die Fahrt mit dem Nachtzug (diesmal im Schlafwagen) nach Östersund, wo ich meine erste Arbeitsstelle habe. Der Nachtzug verlässt Stockholm um 21.12 Uhr und erreicht Östersund bereits morgens um kurz nach 06.00 Uhr – es wird also wieder früh aufgestanden.

Somit ist dieser Bericht der letzte Teil des Sommerurlaubs 2016. Ab morgen wird nun einmal wöchentlich am Wochenende ein Artikel erscheinen, in dem ich berichte, was das Volunteer so mit sich bringt. Sobald ich dann wieder in Norwegen, Schweden oder ??? unterwegs bin, werde ich wieder einmal am Tag berichten.

Da dies für mich auch der erste Blog ist, lerne ich natürlich auch gerne dazu und freue mich über Wünsche, konstruktive Kritik oder Verbesserungsvorschläge. Wenn ihr euch also beispielsweise mehr oder vielleicht auch bewegte Bilder, Kritiken, Empfehlungen oder Reisetipps wünscht, lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Bis dahin

Kai

 

Tags: No tags

Add a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.