Weintrauben in Stockholm

Da das Terminal der Silja Line zur Zeit umgebaut wird, musste eine Gangway dem neuen Zugang weichen. Anscheinend legte man keinen Wert auf die alte Rolltreppe
Ein privater Fischkutter, der zu einem gemütlichen Kaffeetrinken einlädt.
Einer von vielen Springbrunnen im Stadtgebiet, an den sich im Hintergrund direkt ein Park anschließt.
Blick auf einen Teil der Altstadt vom "Stadshuset" auf der anderen Seite.
Das sich drehende Logo des "Nordiska Kompaniet" hoch über den Dächern Stockholm's.
Ein Blick auf die "Gamla Stan" bei bereits starker Dämmerung.
Zu erkennen ist das Schloss der Königsfamilie auf der rechten Seite zwar nicht mehr, aber dafür die Lichter umso besser.

Zimt und Zucker

Stockholm Djurgården und Innenstadt.

Sind der Schlüssel für den geschmacklichen Durchbruch der Riisipirakka. Dies stelle ich fest, als ich die kleine Backware heute Morgen beim Frühstück mit dem Zimt und Zucker für das Müsli verfeinere. Als ich das Buffet verlasse, liegt der Kai bereits in Sichtweite voraus und mir bleiben noch 30 Minuten an Bord. Ich packe die letzten Sachen ein und beobachte das Anlegen von Deck aus.

Da das Wetter schön ist und es noch relativ früh am Morgen ist, entschließe ich mich wieder zu Fuß in die Innenstadt zurück zu gehen. Wenn man in Stockholm Urlaub macht, sollte man sich bei gutem als auch schlechtem Wetter den Park „Djurgården“ nicht entgehen lassen. In dem früheren königlichen Jagdrevier sind unter anderem der Freizeitpark „Gröna Lund“ und das Diplomaten-Viertel mit den vielen dazugehörigen Botschaften angesiedelt.

Mit seinen Wäldern eignet sich der Park auch sehr gut für entspannte Spaziergänge abseits der Touristenmassen. Fast eine halbe Stunde schlendere ich durch das Diplomatenviertel und bewundere die Villen mit ihren Gärten. Danach geht es am Wasser entlang in Richtung Innenstadt, vorbei an Fischkuttern, die entweder im Privatbesitz sind oder zu kleinen Bars oder Cafés umgebaut wurden. Da um 08:30 Uhr nur das arbeitenden Volk auf den Straßen unterwegs ist, habe ich die Stadt mit ihren vielen Parks und Sehenswürdigkeiten weitestgehend für mich alleine.

Stockholm

Da es natürlich noch zu früh ist, um durch Läden zu bummeln, so gehe ich mal links mal rechts durch die Stadt. Ich lasse mir Zeit, genieße die Sonne und mache einige Fotos bis der Akku alle ist. Was einem erst bei einem umfangreichen Spaziergang in Stockholm auffällt, sind die Höhenunterschiede, die dafür sorgen, dass man zahlreiche Treppen steigen muss , Häuser nur über Brücken angebunden sind oder Straßen steil zwischen den Häusern ansteigen. Solche Höhenunterschiede bieten natürlich immer die Möglichkeit für Ausblicke über die Stadt. In Stockholm eignet sich dafür der „Monteliusvägan“ – eine kleiner Wanderweg, der im Osten oberhalb der Stadt verläuft und einen durch enge Häuserreihen führt und auf einer  Terrasse überhalb von Stockholm endet.

Was ebenfalls sehr reizvoll ist, sind die zahlreichen kleinen Flüsse und Seen im gesamten Stadtgebiet. Sofern man nicht im Hafen oder an einem Tümpel steht, kann man auch überall ohne Probleme Baden gehen.

Bis zum Vormittag spaziere ich durch die Stadt und frage mich dabei, wie viele Kilometer ich zu Fuß in meinem Urlaub bereits zurück gelegt habe. Meinen Jogging-Schuhen zu Folge eine sehr beträchtliche Summe – dort habe ich nämlich ein Loch rein gelaufen und auch die Sohle hat bessere Zeiten gesehen. Jetzt habe ich wenigstens Arbeitsschuhe.

Nachmittagszeit

Für den Nachmittag hole ich mir bei einem Supermarkt eine Schachtel Weintrauben und eine Zimtschnecke und setze mich an einen Fluss vor dem Schloss der Schwedischen Königsfamilie in die Sonne. Erstaunlicherweise ist in Schweden und auch in Finnland die Erdbeerzeit eine Monate später, als in Deutschland. So bekommt man in jedem Supermarkt Erdbeeren und auch an kleinen Ständen in der Stadt oder auf dem Markt. Ohne Eis oder Sahne fehlt mir allerdings ein wichtiger Bestandteil und somit kaufe ich mir keine Schachtel.

Um 14.30 Uhr mache ich mich auf zu meinem Hotel in dem ich nur eine Nacht bleiben werde. Das Zimmer ist klein und kuschelig und das Badezimmer mit Dusche ist nur durch eine Glaswand vom Rest des Zimmers abgetrennt – innovatives, schwedisches Design!

Wenn es im Laufe des Abends zu dämmern beginnt, werde ich wahrscheinlich nochmal ein paar Bilder machen und sie anschließend noch anfügen. Denn auch am Abend lohnt sich ein Spaziergang durch die vielen beleuchteten Gassen und vorbei an zahlreichen Springbrunnen und sonstigen Gebäuden.

Bis morgen also.

Kai

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