Kanelbuller und Kaffee

Morgens an Deck der "Stena Vision" den Blick in Richtung Polen gerichtet.
Trotz der noch offenen See ist es weder windig, noch kalt. Man kann ohne Probleme im T-Shirt an Deck stehen.
Karlskrona's blaue Oase mit Schäre, Badestelle und Fontäne mitten in der Stadt.
Blick von der Schäre auf die typischen schwedischen Stadthäuser.
Auf dem Weg von Karlskrona nach Växjö dominieren Seen und dichte Mischwälder das Bild.

Warm ist’s.

Von Karlskrona nach Växjö.

Auch schon morgens als ich das Deck betrete. Was ich erst nach dem Aufstehen lese, ist, dass man die Kabinen bitte eineinhalb Stunden vor den Ankunft für die Reinigung räumt – bis Karlskrona sind es noch gut 45 Minuten. Aber weder bis jetzt, noch bis zur Ankunft werde ich aus meiner Kabine gebittet. Nach einem kleinen Deckspaziergang und dem mitgenommenen Keks vom Abendbuffet beschließe ich, mit meinen Sachen die kleine Kabine zu verlassen und mich zu den anderen Leuten am Ausgang zu gesellen. Ein kurze Fazit für die Kabine unter der Wasserlinie: es ist aufgrund der Nähe zum Antrieb eine eher unruhige Atmosphäre und auch verhältnismäßig warm in den Gängen und Kabinen. Von einer Innenkabine über der Wasserlinie unterscheidet sie sich allerdings kaum.

Schwedisches Frühstück am Meer

In Schweden angekommen geht es mit dem Bus für ca. 3€ (29 SEK) in die Stadt. Meinen Rucksack kann ich am Bahnhof nicht loswerden und trotz des rollenden Untersatzes, schränkt es mich ein bisschen ein. Es ist 8.30 Uhr als ich im noch schlafenden Stadtkern von Karlskrona umher wandere. Die Suche nach einem Supermarkt ist nach wenigen Metern erfolgreich und so wird das erste schwedische Frühstück eingekauft: Kaffee und zwei Zimtschnecken. Mit dem Frühstück am Rucksack baumelnd, dem Kaffee in der Hand und den Rucksack vor mit herschiebend, mache ich mich auf die Suche nach einem schönen Platz am Wasser – ich werde auf der Museumsinsel Stumholmen fündig. Ein kleiner Steg, mit Bank in der Sonne und Blick auf die schon wieder auslaufende „Stena Vision“. Ich beobachte eine Zeit lang das Treiben und setze dann meinen Spaziergang am Wasser entlang fort.

Eine ältere Frau findet meinen rollenden Rucksack sehr innovativ und fragt, ob ich nicht auch noch darauf fahren könnte. Es ist ja nicht so, dass ich das noch nicht ausprobiert hätte: ich konnte in Danzig am Bahnhof dem ungewollten Backflip gerade noch elegant entgehen.

Sehweden’s bester Eisladen

Die folgenden zwei Stunden verbringe ich zum Teil schlendernd in Karlskrona’s Innenstadt. Auf der Suche nach Schweden’s vermeintlich besten Eisladen – ich habe ihn nicht gefunden. Den anderen Teil (gute zwei Stunden) entspanne ich auf einer kleinen Schäre, mit Blick auf bunte, schwedische Häuser.

Um 13.42 Uhr geht es mit dem Zug weiter nach Växjö, quer durch die Birkenwälder und Seenlandschaften Småland’s.

Angekommen im Hotel in Växjö blättere ich durch einen von vielen Guides für Aktivitäten in ganz Småland und ich bereue, dass ich doch etwas ummobil bin und mir Europa’s längste Zipline, eine Draisinentour durch die Wälder, ein Streichholzmuseum (!) und vieles mehr höchstwahrscheinlich entgehen wird. Naja das durchaus attraktive Alternativprogramm: Fahrrad leihen und das Umland erkunden, stellt trotzdem einen schönen morgigen Tag in Aussicht. Beim frühabendlichen Spaziergang durch die grünste Stadt Europa’s, und sie ist es wirklich, traue ich auf einer Grünfläche am See meinen Augen nicht: eine Gruppe von weit mehr als 50 Jugendlichen meines Alters sitzt und läuft, steht und starrt auf ihre Smartphones. Ich ahne, was hier gespielt wird…

Ich schnappe sie mir nicht, sondern mache mich auf zum nächsten Supermarkt und stelle mir einen Salat zusammen, was in Schweden sehr populär ist und zu einer enorm großen Auswahl an unterschiedlichen „Zutaten“ führte.

 

Jetzt steht noch eine kleiner Abendspaziergang durch Växjö’s Gärten an.

Kai

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