Strandtag in Danzig

Eine von vielen frisch restaurierten Häuserreihen.
Spaziergang durch den angrenzenden Kiefernwald am Strand.
Der Strand und das entfernte Containerterminal.
Ein vereinzelter Baumstamm am Strand - er liegt wohl schon länger dort.

Auf geht’s.

Danzig

Viel ist um 10.00 Uhr in Danzig noch nicht los, als ich das Hostel für einen kleinen Altstadtbummel verlasse. An sich habe ich nur einen Notfallplan, was man sich angucken könnte, wenn schlechtes Wetter wäre – ist es aber nicht, die Sonne scheint und es ist angenehm warm.

Als ich einen (von vielen) Bernsteinständen stehe, entschließe ich mich an den Strand zu fahren. Der Rucksack ist gut gefüllt und ich kaufe ein Straßenbahnticket, was umgerechnet nur knapp drei Euro kostet. Die Fahrt dauert eine gute Viertelstunde von der Innenstadt und endet direkt vor der Dünenlandschaft hinter der, der weiße Sandstrand beginnt. Ich mache mich auf zum Wasser, vorbei an den kleinen Imbissen, Fahrradverleihen und zahlreichen Informationstafeln zu den Bunkeranlagen, die hier von den Deutschen errichtet wurden.

Stogi Strand

Der Strand ist breit und sehr gut besucht. In nicht all zu weiter Ferne ist zur linken das Containerterminal zu erkennen. Nach rechts wird der Strand leerer und ich mache ich mich auf und gehe an der Wasserlinie entlang. Bei einer kleinen Ansammlung von Algen entdecke ich zufällig einen kleinen Bernstein, noch einen und gleich noch einen. Die nächste Stunde starre ich auf den Sandboden, genieße die Sonne und sammle Bernsteine, wobei ich dazu übergehe die kleinen liegen zu lassen. Früher für mich unverständlich, jetzt genieße ich das meditative Suchen. Bis zum frühen Nachmittag erkunde ich die angrenzende Dünenlandschaft, den Kiefernwald und die darin versteckten Bunkeranlagen.

Auf der Rückfahrt und dem Fußmarsch zur Unterkunft fällt mir der sehr hohe Anteil an deutschen Touristen auf, der sich mit Kreuzfahrer-Gruppen durch die Innenstadt drängelt – ich verzichte darauf. An den besichtigten kulturellen Attraktionen werden sie mir etwas voraus haben, aber ich kann damit leben.

Brzezno Strand

Da mein Straßenbahnticket noch gilt fahre ich ein weiteres Mal in Richtung Strand, der sich dieses Mal allerdings als Niete herausstellt und nicht an den von heute Mittag herankommt. Dafür ist die Fahrt interessanter, ich fahre am Stadion von Lechia Gdańsk vorbei, welches durch seine Außenverschalung einem Bernstein ähneln soll und es auch tut. Als ich wieder im Hostel ankomme ist es mittlerweile 18.00 Uhr und ich spiele mit dem Gedanken wieder Pizza zu essen.

Bis morgen

Kai

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