Baden Öckerö

Das Gold der Ostsee

Urlaub Öckerö
Ein Leben im Paradis.
Schären Öckerö
Verlockend idyllisch scheint die Badestelle einzig das Wasser hat bereits die Wohlfühltemperatur unterschritten.
Schären Öckerö
Auf meinem heutigen Spaziergang geht es oft querfeldein über Schären und Steinstrände vorbei an Hagebutten, Sanddorn und Inselrosen.
Skandinavien Blog
Einige Minuten genieße ich in der Mittagssonne den Blick auf das Meer.
Bus Öckerö
Ein kurioses Bild liefert der Linienbus in die Innenstadt von Göteborg im Ortskern der Insel.
Ferien Schweden
Abgeschlossen wird dieser Tag mit einem gemütlichen Abendbrot im Freien, während die Sonne zügig hinter dem Horizont verschwindet.

Insgesamt eher unspektakulär genieße ich meinen ersten ganzen Tag auf Öckerö. Nach dem Frühstück werden vorerst noch einige Sachen ausgepackt, verstaut und geeignet sortiert. Den Nachmittag nutze ich dann für einen ausgedehnten Spaziergang über die Insel.

Auf neuen Pfaden

Es ist bereits Mittags als ich für alle Kleinigkeiten einen Platz gefunden habe und meinen geplanten Inselspaziergang beginne. Es weht eine steife Brise, der Himmel ist aufgerissen und der goldene Herbst scheint noch ein wenig anzuhalten. Noch zu Beginn kann ich dem Trampelpfad durch die Gräserlandschaft gut folgen, der sich aber nach einiger Zeit wortwörtlich im Granit verläuft. Fortan gehe ich also auf gut Glück einfach über die großen Granitflächen, springe über lange Spalten in der Schäre und genieße in der frühen Nachmittagssonne den Blick auf das Meer. Für zukünftige Touren gewappnet, kenne ich jetzt die grobe Route und einige Picknickplätze.

Am Ende der Tour durchquere ich noch den Ortskern mit seinem Yachthafen, einer kleinen Werft und einigen Cafés und Hafenkiosken. Schließlich komme ich pünktlich zum Kaffeetrinken wieder zu Hause an und genieße bei ein paar Singoalla-Keksen die Sonne auf der Terrasse.

Das Gold der Ostsee

Der ein oder andere mag nun an die so begehrten Bernsteine denken, die man mühsam, ergonomisch bedenklich und mit Glück am Ostseestrand findet. Das wahre Gold befindet sich aber nicht selten ein paar Meter landeinwärts, wächst jedes Jahr auf Hüfthöhe nach und ist zudem auch noch essbar. Die Rede ist vom Sanddorn. Den knochigen Büschen, mit ihren spitzen Blätter und den auffallend orangen Beeren - streng genommen übrigens Nüssen.

Neben den gut vertretenen Hagebutten wächst auch dieser hier gelegentlich und das vermehrt auf flachen, trockenen Flächen. Geschmacklich merklich säuerlich eignen sich die Beeren für diverse Formen der Weiterverarbeitung: Marmelade, Saft oder Smoothiebeilage, Likör, Sorbet, usw. Obendrein, und das lässt bereits die markante Säure vermuten, ist Sanddorn reich an Vitamin C. Wie reich wird im direkten Vergleich mit einer Zitrone deutlich, die lediglich ein Zehntel des Vitamin C-Gehalts des Sanddorn aufweist (pro 100g). Oder anders ausgedrückt: 25 g der wahrlichen Superbeeren decken bereits den Tagesbedarf an Vitamin C. Der einzige Haken sind die Haken, denn die kleinen Früchte zu ernten ist oft eine stachelige Sisyphus-Arbeit. Diesem kulinarischen Hochgenuss kann ich natürlich nicht widerstehen und somit ist meine ToDo-Liste nun um „Sanddorn-Marmelade kochen“ erweitern worden. To be continued…

Kulinarischer Ausklang

Den Tag lasse ich schließlich bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen. Es gibt ein schönes Bulgur-Tabouleh, wenn auch ohne Petersilie, mit einer geglückten Gemüsetortilla. Noch vor ein paar Wochen wäre dieses klassische Freitagabendmenü sicherlich von einem guten Pfälzer Weißwein begleitet worden. Aber man kann schließlich nicht alles haben und das ist auch gut so.

Bis morgen,

Kai

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